[Update] Unterschiede, Richtlinien und Anforderungen an Lichteinstellgeräte: Hier erhalten Sie den Überblick!

Scheinwerfereinstellgerät Sherpa MECO SEP in Werkstatt

Ab 1.1.2018 dürfen nur noch Lichteinstellgeräte benutzt werden, die der aktuellen Scheinwerfereinstell-Richtlinie entsprechen. Der Markt ist groß und die Entscheidung für das passende Scheinwerfereinstellgerät ist nicht leicht. Wir haben Ihnen die wichtigsten Informationen zusammengestellt, die Ihnen helfen den Überblick zu behalten, damit Sie das richtige Gerät für Ihre Werkstatt finden.

Update 22.November 2017: Da aufgrund von Kapazitätsgrenzen der Kalibrierlabore und der Lieferfristen der Hersteller abzusehen ist, dass bis Ende 2017 nicht alle Prüfplätze abgenommen werden können, prüfen im Moment verschiedene Bundesländer, ob eine geringe Fristverlängerung möglich ist. Welche Bundesländer dies ermöglichen, steht noch nicht fest.
Fest steht aber, dass als Voraussetzung für eine Fristverlängerung ein Nachweis notwendig ist, aus dem hervorgeht, dass sich rechtzeitig um eine neues Scheinwerfereinstellgerät bzw. um einen Termin für die Stückprüfung/Kalibrierung gekümmert wurde. Hierfür wird eine schriftliche Bestätigung, wie z.B. eine Auftragsbestätigung des Lieferanten, benötigt.

Was sind die Mindestvorgaben für Lichteinstellgeräte / Scheinwerfereinstellgeräte (SEG)

Scheinwerfereinstellgerät Mawek SEG025XX
Das analoge SEG025XX von Mawek verfügt über einen Laserpointer, Laservisier und digitales Luxmeter.

Die Anforderungen an Lichteinstellgeräte sind relativ übersichtlich. Wichtig ist, dass sie kalibrierbar sind, eine Baumusterprüfung durchgeführt wurde und eine Baumusterfreigabe vorliegt. Am Gerät selbst muss ein Schild mit Angaben zum Hersteller, Gerätetyp und der Baumusterfreigabe angebracht sein.

Unsere angebotenen Scheinwerfereinstellgeräte entsprechen alle der aktuellen Richtlinie. Sollten Sie ein Gerät bei einem anderen Händler erwerben wollen, fragen Sie explizit nach den richtigen Unterlagen und der Baumusterfreigabe, da das Gerät ohne diese nicht zulässig ist.

Unterschiede von analogen und digitalen Lichteinstellgeräten

Die Preisspanne für Scheinwerfereinstellgeräte fängt bei etwa 500,00 € an und hört bei über 5.000 € auf. Wie bei den meisten Werkstattausrüstungsgegenständen gilt auch hier: Je höher der Preise desto mehr Ausstattung und Funktionen.

Bereits unsere günstigsten Geräte sind für die Einhaltung der Scheinwerfereinstell-Richtlinie ausreichend. Alle Normen werden erfüllt und die am meisten verbreitetsten Leuchtmittel wie Glühfaden, Halogen und Xenon können eingestellt werden. Bei diesen analogen Lichteinstellgeräten erfolgt die Interpretation der Hell-Dunkel-Grenze über das menschliche Auge. Es sollte einem bewusst sein, dass diese Grenze aufgrund des Blausaums bei jedem anders empfunden wird und so die Lichteinstellung nicht immer 100% gleich sein kann. Diese Abweichungen sind nach heutigem Richtlinien-Stand aber noch zulässig.

Scheinwerfereinstellgerät Mawek SEG025XX

Trotzdem ist die Frage, wie lange der Gesetzgeber diese analogen Einstellmöglichkeiten noch akzeptiert. Denn durch die hohe Fehlinterpretationsquote ist die Scheinwerfereinstellung nicht so exakt, wie es eigentlich sein sollte. Wussten Sie, dass bereits eine Fehlinterpretation von 5 mm eine Scheinwerferabweichung von 60 cm in 60 m Entfernung bringt? Dies reicht bereits um den Gegenverkehr zu blenden und so Gefahr zu erzeugen. Unsere Empfehlung ist daher: Nutzen Sie ein digitales Scheinwerfereinstellgerät. Bei diesen Geräten wird die Hell-Dunkel-Grenze in Echtzeit digital ermittelt, so dass immer ein exaktes Ergebnis vorliegt. Die Erfassung des Scheinwerferbildes erfolgt über eine Kamera, die klare und eindeutig skalierbare Abbildungen wiedergibt und Fehlinterpretationen ausschließt.  Auch die Einstellung von LED, Matrix und Laser Scheinwerfersystemen ist mit solch einem digitalen Scheinwerfereinstellgerät kein Problem. Die Preise hierfür beginnen bei etwa 2.000 €.

Verschiedene Möglichkeiten der Fahrzeugausrichtung

Damit Scheinwerfereinstellgerät und Fahrzeug optimal aufeinander ausgerichtet sind, gibt es verschiedene Positionierhilfen. Die einfachsten Geräte sind mit einem Fadenvisier / Breitbandvisier ausgestattet. Für nur wenige Euro mehr gibt es bereits ein Laservisier, mit dem man auch bei schlechten Lichtverhältnissen das Fahrzeug besser positionieren kann. Die Königsklasse sind Scheinwerfereinstellgeräte, die zusätzlich zum Laservisier einen Laserpointer mitliefern um die Scheinwerfermitte exakt zu ermitteln.

Bedingungen für den Stellplatz für das SEG

Scheinwerfereinstellgerät Sherpa SEP MECO SEG Lichteinstellgerät
Das Sherpa MECO-SEP-17.0 gehört zu der Oberklasse bei den Scheinwerfereinstellgeräten, denn es verfügt über eine automatische Messplatzkompensierung.

Bei der Beschaffung eines Scheinwerfereinstellgerätes sind aber nicht nur die Funktionen und Ausstattung entscheidend. Wichtig sind auch die vorliegenden Bedingungen für den Stellplatz des Scheinwerfereinstellplatzes. Grundsätzlich gilt: Ist der Boden gerade, kann dort jedes Gerät ohne weiteres Zubehör genutzt werden. Für stetig fallende oder steigende Böden, die aber in sich gerade sind und keine Unebenheiten aufweisen, bieten viele Lichteinstellgeräte eine Exzenterachse mit der die Neigung angepasst werden kann.

Leider sind die wenigsten Werkstattböden gerade und etwaige Unebenheiten dürfen laut Richtlinie nicht mehr als maximal ± 1mm auf 1m betragen. Diese Vorgabe entfällt, wenn das genutzte Lichteinstellgerät eine Funktion zum Ausgleich von bauseitigen Unebenheiten hat. Viele digitale Scheinwerfereinstellgeräte bieten dieses bereits an.

Ist der Stellplatz für das Scheinwerfereinstellgerät in sich uneben oder wellig, gibt es drei Möglichkeiten:

  • Begradigung des Bodens
  • Anschaffung eines Lichteinstellgeräts, das den Aufstellplatz kompensieren kann
  • Installation eines Schienensystems.

Hinweise zum Schienensystem fürs Lichteinstellgerät

Scheinwerfereinstellgerät Sherpa SEP MECO

Schienensysteme sind praktisch. Sie sind gerade, das Gerät läuft sicher und steht immer auf derselben Linie. Aber auch hier gibt es Unterschiede.

Nutzt man ein nivellierbares Schienensystem, wird dieses einfach direkt auf die Unebenheiten des Bodens eingepasst und gleicht diese aus.  Es gibt aber auch andere Schienensysteme, die dies nicht bieten. Sie werden installiert und Unebenheiten müssen unterfüttert werden, damit die Fläche unter den Schienen gerade ist.

Wichtig zu wissen: Schienensysteme dürfen nicht überfahren werden. Sie sind nicht dafür ausgelegt und verformen sich. Ist aufgrund der Positionierung des Scheinwerfereinstellplatzes ein Überfahren nicht zu verhindern, empfehlen wir das Schienensystem unterflur zu installieren. Hierfür wird einfach ein Stück Estrich ausgefräst. Das Schienensystem ist so überfahrbar und gleichzeitig keine Stolperfalle mehr.

Haben Sie noch Fragen zu Scheinwerfereinstellgeräte und Stellplätzen? Benötigen Sie eine Lösung für Ihr Unternehmen? Hinterlassen Sie uns einfach hier einen Kommentar oder kontaktieren Sie uns hier per Email oder Telefon. Wir helfen Ihnen gern weiter. Unsere aktuellen Scheinwerfereinstellgeräte-Angebote finden Sie hier.

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