Was macht einen guten Automatik Schweißhelm aus?

Automatik Schweisshelm beim Schweissen

Eine Kfz Werkstatt ohne Schweißarbeiten ist nicht denkbar. Aber Schweißen ist nicht ungefährlich, der Lichtbogen schadet den Augen und giftige Gasen treten auf. Umso wichtiger ist es, den Mitarbeiter vor diesen Gefahren zu schützen. Am besten geht dies mit einem hochwertigen Schweißhelm. Wir sagen Ihnen, worauf Sie achten müssen.

Warum benötigt man einen Schweißhelm?

Der Blick in den Lichtbogen beim Schweißen erscheint auf den ersten Blick nicht schlimm, denn „es ist ja nur etwas hell“. Wie gefährlich dieses UV-Licht ist, erkennt man erst Stunden später. Wenn die Tränenflüssigkeit in Strömen läuft, es sich anfühlt als ob Sand im Auge wäre und starke Schmerzen auftreten, kann man sich sicher sein, dass es eine Schädigung der Hornhaut gegeben hat. Diese verheilt in der Regel nach 24-48 Stunden. Trotzdem können durch die Schneeblindheit oder Verblitzungen  auch langfristige Schäden wie der graue Star oder sogar volle Erblindung eintreten.

Zusätzlich zu Augenkrankheiten schädigt das UV-Licht die Haut und während des Schweißens können krebserregende Dämpfe entstehen. Diese schwerwiegenden Gründe haben dafür gesorgt, dass der Gesetzgeber ausreichenden Schutz vorschreibt um die Gesundheit des Schweißers zu schützen.

Einen sehr guten Schutz bietet ein automatischer Schweißhelm. Er schützt das gesamte Gesicht vor der UV-Strahlung und viele Modelle haben einen Atemschutz integriert, der das Einatmen von gefährlichen Partikeln und Gasen verhindert.

Im Vergleich zur alten Schweißermaske erkennt so ein Schweißhelm das Lichtbogen-Zünden automatisch und verdunkelt im Bruchteil einer Sekunde das Sichtfeld. Ist der Schweißvorgang beendet, öffnet sich das Visier erst nach kurzer Verzögerung um eine Schädigung durchs Nachglühen zu verhindern.

Worauf sollte man bei einem Automatik Schweißhelm achten?

Automatik Schweisshelm beim SchweissenNun gibt es natürlich eine große Auswahl an Automatik-Schweißhelmen in vielen verschiedenen Preisklassen. Wir empfehlen hierbei nicht zu sparen und kein billiges No Name-Produkt zu kaufen, denn man kann nicht sicher sein, ob es zertifiziert wurde und diese gesetzlichen Anforderungen und Normen wirklich einhält. Gesundheit kann man nicht wiederherstellen und bei dem Kauf des Helmes sollte daher auf hochwertige Qualität geachtet werden.

Um zu entscheiden welcher Schweißhelm der Richtige ist, muss überlegt werden, für welche Schweißarten er eingesetzt werden soll, denn nicht jeder Helm ist für jede Anwendung geeignet. Wichtig ist auch die Klassifikation des Helmes. Diese wird in Zahlenfolgen wie 1/1/1/2 angegeben. Das Schulnotensystem steht für optische Qualität, Lichtstreuung, Homogenität und Winkelabhängigkeit.

Weiter sollte auf viele Einstellmöglichkeiten wie der Lichtempfindlichkeit oder der Verdunklungsstufe geachtet werden. Wichtig sind auch eine schnelle Abblendgeschwindigkeit und eine integrierte Filterkassette mit mindestens vier Sensoren. Diese Filterkassette  verdunkelt die Schweißmaske, wenn ein Lichtbogen gezündet wird. Die optischen Sensoren erkennen das Licht und sorgen für die Verdunkelung. Vorteilhaft ist es, wenn die Kassette über mindestens 4 Sensoren verfügt, damit Verschmutzungen die Funktionalität nicht unmittelbar beeinträchtigen.

Probleme mit billigen Schweißhelmen

Wir hören oft von unseren Kunden, dass sie sich zuerst einen vermeintlich billigen Schweißhelm im Internet ersteigert haben. Nach dem Kauf begannen die Probleme, ein zu kleines Sichtfeld, keine Auswechslung der Batterie möglich oder keine korrekte Abdunkelung. Am Schlimmsten ist dann natürlich, wenn während des Schweißens die Verdunkelung wieder aufgehoben wurde und das Fenster wieder aufgehellt ist.

Fazit: Der Billighelm wird weggeworfen und der vermeintlich günstige Preis stellt sich als Geldverschwendung raus.

Was ist noch wichtig?

Beim Kauf eines Automatik Schweißhelms ist unbedingt darauf zu achten, dass der Helm mit einem Zertifikat angeboten wird. Dies bedeutet, dass alle notwendigen Tests einer zertifizierten Institution durchlaufen und bestanden wurden.

Es ist wichtig zu wissen, dass es Schweißhelme mit Batterien, Solar und mit beiden Energielieferanten gibt. Die Energie für den solarbetriebenen Schweißhelm wird über das Schweißlicht gewonnen. Dadurch ist der Helm sofort und durchgängig einsetzbar. Ein Nachteil ist aber, dass solarbetriebene Helme oftmals ein kleines Sichtfeld haben, batteriebetriebene Helme haben meist ein größeres Sichtfeld, eine schnellere Reaktionszeit und lassen sich sehr gut zwischen hell und dunkel einstellen.

Ein Helm, der beide Arten kombiniert, ist daher die beste Wahl, denn er wird durchs Solar dauerhaft mit Strom versorgt, während die Batterien eine schnelle Schaltzeit garantieren.

Und last but not least: Auch auf die Zubehör- und Ersatzteilversorgung sollte geachtet werden.  Was hilft ein billiger Helm, wenn das Auswechseln der Vorsatzscheibe oder des Kopfbandes aufgrund nicht beschaffbarer Ersatzteile nicht möglich ist.

Haben Sie noch Fragen zu Automatik Schweißhelmen? Wie sind ihre Erfahrungen damit? Wir freuen uns auf Ihren Kommentar. Übrigens: Unser Schweißhelm-Sortiment finden Sie hier.

2 Kommentare zu Was macht einen guten Automatik Schweißhelm aus?

  1. Ich habe gerade einen Automatik Helm von einem Kumpel bei mir in der Werkstatt zum Testen.

    Von der Reaktionszeit gesehen eine echt gute Sache. Keine verblitzten Augen mehr.

    Habe aber auch Nachteile gefunden.

    Man muß gutes Licht am Arbeitsplatz haben. Sonst sieht man nicht viel.

    Und ich schweiße gerade ein Oldtimer. Da ist viel brennbares Dichtungszeug dran.

    Wenn das leicht Feuer fängt, geht der Automatik Helm nicht auf.

    Alles in allem nicht schlecht so ein Helm. Ich werde mir aber keinen kaufen.

    Bin da noch Old School und nehme mein 30 Jahre altes Schild.

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